ERHABEN

Du machst wirklich jeden Fehler
Doch das ist die ganz egal
Und wenn es schon allein beim Zusehen richtig wehtut
Machst du den Fehler gleich nochmal

Hartnäckig und voller Gleichmut
Scheiterst du am Leben, jeden Tag

Nichts funktioniert, nichts ergibt Sinn
Dein Weg führt dich nirgendwo hin
Aber das Wunderbare dabei ist
Dass du glücklich bist
Du bist so weit vom Ziel entfernt
Aus alle den Schäden nichts gelernt
Du hältst nichts von Vollkommenheit
Und wirkst trotzdem die ganze Zeit
Erhaben, erhaben, erhaben

Nennt man das noch Fatalismus
Ist es gezielte Ignoranz
Mir ist klar, dass du nichts anderes willst
Doch weiß ich nicht genau
Ob du vielleicht nicht anders kannst

Mit einer Sturheit, die wohl weltweit
Ihresgleichen sucht, gibst du niemals auf

Nichts ergibt Sinn, nichts funktioniert
Zum Untergang prädestiniert
Doch wenn ich ehrlich bin
Du wirkst trotzdem, als würdest du gewinnen
Mit einem Lächeln im Gesicht
Siehst du die Hindernisse nicht?
Rennst wieder mal gegen die Wand
Sinnlos und hirnverbrannt und doch
Erhaben, erhaben, erhaben

Du bist
Erhaben, erhaben, erhaben

Nichts funktioniert, nichts ergibt Sinn
Dein Weg führt dich nirgendwo hin
Aber das Wunderbare dabei ist
Dass du glücklich bist
Du bist so weit vom Ziel entfernt
Aus alle den Schäden nichts gelernt
Und du hast doch gesiegt
Weil erst im Scheitern, wahre Schönheit liegt

  • Wurde gespielt: Dieser Song wurde bisher noch nicht gespielt
  • Veröffentlichung: DUNKEL

Songinformationen

Farin: Es gab mal das wunderschöne "Lied vom Scheitern" von Bela, was schon ein Stück weit persönlich war. Mir ging es jetzt bei "Erhaben" darum, das Scheitern als das Gegenteil darzustellen. Etwas, das von außen wie ein Scheitern wirkt, kann für einen selbst ja auch die totale Erfüllung sein. Dieses Bild fand ich sehr schön. Die anderen haben den Text sowieso nicht gehört. "Da singt er wieder irgendwas. Ist doch egal."

Bela: Nee, ich mochte den Text sofort, aber auch, weil ich das Wort "Erhaben" sehr mag, ein Wort, das wie ein Lichtstrahl scheint.

Quelle: n-tv.de

Hieß ursprünglich "Die Schönheit des Scheiterns".

Quelle: Radio Eins Interview